Was stimmt an den Vorwürfen gegen den Uni Image-Film?

von am 13.02.2019

Gleich in der ersten Sendung des universitären Magazins blank wurden Vorwürfe gegen die Uni-Leitung erhoben. Konkret geht es um das aktuellen Image-Video.

Im vergangenen Jahr feierte die Universität Passau ihren 40. Geburtstag. Dazu gab es nicht nur einen großen Festakt, es wurde auch ein optisch hochwertiger Imagefilm produziert. Die studentische Sendung “Schampusdialog” des blank Magazins thematisierte in ihrer ersten Ausgabe (11.02.2019) dieses Video.  Die beiden Moderatoren sparten aber nicht mit Kritik. Drei Punkte störten sie besonders. Wir haben bei der Universität Passau nachgefragt, was sie zu den Vorwürfen sagt. 

Nicht von Studierenden

Obwohl sich die Uni für ihre Medienstudiengänge MuK und JoKo rühmt und mit dem Zentrum für Medien und Kommunikation eine fast einzigartige Möglichkeit bietet, wurde der Imagefilm nicht von Studierenden selbst produziert. Stattdessen wurde für viel Geld eine externe Medienagentur engagiert. Zwar wisse die Universität von der Qualität des ZMKs, so die Pressesprecherin Katrina Jordan, aber eine Filmproduktion dieser Größenordnung und dieses Qualitätsanspruchs benötige in der praktischen Umsetzung viel Zeit und teilweise hohe zeitliche Flexibilität in der Nutzung der Infrastruktur. 

Bei einer Inhouse-Produktion wäre dies nur auf Kosten des laufenden Lehr- und Forschungsbetriebs und insbesondere auf Kosten der Nutzerinnen und Nutzer des Zentrums für Medien und Kommunikation gegangen, was für uns als Universität nicht vertretbar gewesen wäre.
– Katrina Jordan, Pressesprecherin der Universität Passau

Die Uni betont aber, das bei dem Studio Weichselbaumer, der Produktionsfirma, vier der sechs Mitarbeiter*innen der Film-Crew (darunter auch der Gründer des Studios) an der Universität Passau studiert haben, einer studiere derzeit noch MuK in Passau und einer absolviere ein Studium an der TH Deggendorf.

Kosten im fünfstelligen Bereich

Ein externer Dienstleister arbeitet, im Gegensatz zu Studierenden natürlich nicht ausschließlich für ECTS-Pünktchen. Laut Schampusdialog kostete der Film inklusive vieler Stock-Videos eine Summe im unteren fünfstelligen Bereich. Die Pressesprecherin der Universität bestätigt das. Der Film sei auf Beschluss der Universitätsleitung aus dem Haushalt der Universität finanziert worden. Zu den konkret gestellten Angeboten bzw. Rechnungen konnte sich die Uni auf CampusCrew-Anfrage aber nicht äußern.

Prof gegen seinen Willen gefilmt

Ein weiterer Kritikpunkt der Sendung ist, dass ein/e Professor*in angeblich nicht gefragt worden sei, ob er/sie im Film gezeigt werden darf. Die Universität dementiert das: Ihr sei eine solche Beschwerde nicht bekannt. In der Pressestelle würden unterschriebene Einverständniserklärungen aller im Film gezeigten Protagonistinnen und Protagonisten vorliegen.  Die entsprechende Person solle sich daher an Pressesprecherin Katrina Jordan wenden, um die Beschwerde klären zu können. 

 

 

 

Anmerkung: Auch wenn die CampusCrew Passau e.V. teilweise als SchampusCrew bezeichnet wird haben wir zum SchampusDialog keinerlei Verbindung.
Vorschaubild: Screenshot aus dem Imagefilm der Universität Passau © Universität Passau


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