Warum die Gesellschaft den freiwilligen Dienst braucht – ein Kommentar

von am 29.07.2019

Ein Gastkommentar von Ludwig Horn

Bei den meisten Hilfsorganisationen bilden die Freiwilligen die Basis des Systems. Aktuell engagieren sich etwa 30 Millionen Menschen in Deutschland ehrenamtlich. Aber es werden weniger. Der berufliche und private Druck sei über Jahre stetig stärker geworden, erklären Menschen, die noch ein Ehrenamt innehaben. So ist bei den freiwilligen Feuerwehren in Bayern in den letzten zehn Jahren die Zahl der Feuerwehrleute um 7.000 gesunken. Als Gegenmaßnahme werden Kinderfeuerwehren gegründet, um die Kinder so frühzeitig an die Feuerwehr zu binden. Durch den Wegfall des Zivildienstes im Jahr 2011 wurden viele Stellen frei, die nun durch Freiwillige besetzt werden mussten. Als Reaktion auf die Aussetzung der Wehrpflicht schuf die Bundesregierung den Bundesfreiwilligendienst. Er soll die bereits bestehenden Freiwilligendienste “Freiwilliges Soziales Jahr” (FSJ) und “Freiwilliges Ökologisches Jahr” (FÖJ) ergänzen und das bürgerschaftliche Engagement fördern. Im April diesen Jahres waren knapp 40.000 Menschen im Bundesfreiwilligendienst, während vor neun Jahren noch rund 78.000 zum Zivildienst einberufen worden waren. Somit sind 38.000 Stellen unbesetzt.

Viele Bereiche des öffentlichen und sozialen Lebens würden ohne Ehrenamtliche kaum mehr existieren.

Besonders in Bereichen wie der Betreuung von Kindern oder kranken und alten Menschen, sowie bei der Flüchtlingshilfe, dem Natur– und Umweltschutz sind freiwillige Helfer*innen sehr wichtig. Auch Sportvereine gäbe es ohne Freiwillige in der Form nicht.

Warum also sollte man ehrenamtlich handeln?

Die Gründe gegen ein Ehrenamt scheinen vielfältig: Zu wenig Zeit, keine Lust, sich überhaupt zu informieren oder die generelle Ablehnung gegen eine feste terminliche Verpflichtung. Viele arbeiten in erfolgs- und profitorientierten Unternehmen, in denen die Menschlichkeit im Vergleich zu kurz kommt. Das ehrenamtliche Arbeiten kann dabei einen willkommenen Kontrast dazu bilden: man arbeitet nicht für Geld, sondern für andere Menschen, für bedürftige Menschen.

Altruismus lautet das Zauberwort

Es geht um Uneigennützigkeit, Selbstlosigkeit und um eine durch Rücksicht auf andere gekennzeichnete Denk- und Handlungsweise. Klar, Sie bekommen kein Geld; und das für einen teilweise immensen Aufwand.

Dankbarkeit als Form der Bezahlung

Aber neben der finanziellen Vergütung gibt es auch noch eine andere Form der Anerkennung oder Bezahlung: Dankbarkeit. Und das Gefühl, jemandem geholfen zu haben, sei es nun Hund, Katze, Mensch, ob jung oder alt. Helfen kann man immer.

 

Wie du das passende Ehrenamt für dich findest erfährst du hier.


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