Vorläufige Festnahmen im Fall NSU 2.0

von am 29.07.2020

Am Freitag wurden zwei Verdächte im Fall der NSU 2.0-Drohmails vorläufig festgenommen. Seit 2018 sind unter dem Namen NSU 2.0 fast 70 volksverhetzende, drohende und verunglimpfende Mails an Bundestagsabgeordnete und andere Adressaten geschickt worden.

 

 

Im Fall der NSU 2.0-Drohmails wurden in Landshut am Freitag zwei Verdächtige vorläufig festgenommen. Es handelt sich um einen 63-jährigen ehemaligen bayerischen Polizisten und seine 55 Jahre alte Ehefrau. Der Ex-Beamte, der schon in der Vergangenheit durch rechte Straftaten aufgefallen ist, streitet jegliche Verbindung zu den Drohnachrichten ab und bezeichnet deren Inhalt als „widerlich“.

Das Paar wurde nach der Durchsuchung seiner Wohnung und Computer aus Mangel an Beweisen wieder freigelassen, die Ermittlungen laufen allerdings weiter und ein Disziplinarverfahren wurde eingeleitet.

Seit 2018 sind unter dem Namen NSU 2.0 fast 70 E-Mails mit volksverhetzendem, drohendem und verunglimpfendem Inhalt an mehrere Bundestagsabgeordnete und andere Adressaten geschickt worden, darunter viele Frauen und Personen mit Migrationshintergrund. Da die persönlichen Daten einiger Opfer unrechtmäßig von Computern der hessischen Polizei abgerufen worden waren, hatte der Innenminister Peter Beuth den Verdacht geäußert, es könne dort ein rechtsextremes Netzwerk geben.

Zurzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass die Verdächtigen aus Landshut etwas mit diesem widerrechtlichen Datenzugriff zu tun hatten. Es wird daher auch die Möglichkeit diskutiert, dass es sich bei ihnen lediglich um Trittbrettfahrer handelt.

Autorin: Svenja


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