Uni Passau: So soll das Sommersemester funktionieren

von am 25.03.2020

Die O-Woche für das kommende Sommersemester wurde bereits abgesagt. Ist jetzt auch der Lehrbetrieb in Gefahr? Die Uni rüstet sich und hat einen Krisenstab eingerichtet.

Das kommende Sommersemester wird am 1. April beginnen, aber kaum Auswirkungen für die meisten immatrikulierten Studierenden haben. Ernster wird es am Montag, den 20. April, wenn die Vorlesungen wieder starten. Doch wird ein normaler Start der Universität überhaupt möglich sein? Momentan sind wegen des Corona-Virus alle universitären Gebäude für Studierende geschlossen.

Virtuelle Lehre oder Semester verschieben

Ein regulärer Start des Lehrbetriebs am 20. April ist daher “zum heutigen Stand noch nicht absehbar”, wie die Universität berichtet. Ob und wann die Präsenzlehre wieder in vollem Umfang möglich sein wird, bleibt für die knapp mehr als 12.000 Studierenden daher unklar. Die Universität habe einen “Krisenstab Lehre” gebildet, wie sie berichtet. Er solle Unterstützungsmaßnahmen koordinieren und organisieren. Bereits jetzt sei klar: Die Lehre werde im kommenden Semester “teilweise oder ganz auf virtuelle Formate” übertragen.

Überlastetes System: “Herausforderung”

Möglichst schnell sollen nun möglichst viele Vorlesungen für eine virtuelle Lehre vorbereitet werden. Dies werde nicht in allen Fällen immer gleich reibungslos funktionieren, betont die Universität. Ein weiter kritischer Punkt: Die technische Infrastruktur.

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Zwar werde gerade daran gearbeitet, die vorhandenen Kapazitäten zu erhöhen, es könne aber nicht garantiert werden, dass bei den zu erwartenden sehr hohen Zugriffszahlen alle Systeme stabil laufen werden.

Bitte rechnen Sie damit, dass spätestens ab Beginn des Sommersemesters Systeme und Netze immer wieder überlastet sein werden.
– Universität Passau

Uni warnt vor möglichen Folgen

Aufgrund der Umstellung der bisherigen Präsenzlehre hin zu Online-Lehre würden “jedoch auch große Veränderungen im Bereich des selbstgesteuerten Lernens” auf die Studierenden zukommen, warnt die Universität Passau. Online-Kursangebote würden “ein sehr hohes Maß an Selbstorganisation” erfordern.

Blocken Sie sich in Ihrem Kalender feste Zeitslots pro Woche, an dem Sie an den jeweiligen Kursen arbeiten.
Profi-Tipp der Universität Passau zum selbstständigen Lernen. 

Außerdem sollten die Studierenden “nicht zu viel alleine vor dem Rechner sitzen”. Stattdessen könnten auch Lerngruppen gebildet werden.

Seminare sollen stattfinden – digital?

Eine Digitalisierung von Vorlesungen erscheint mit den heutigen technischen Möglichkeiten einfach umzusetzen. Was aber mit Seminaren, die nur nur zwischen 15 und 50 Teilnehmenden haben? Eine virtuelle Lehre ist hierbei kaum möglich. Der Lehrbereich Kommunikationswissenschaft berichtet beispielsweise, dass alle Kurse im Sommersemester stattfinden sollen. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass sich Präsenztermine dynamisch verändern oder durch virtuelle E-Learning-Sitzungen ersetzt werden könnten.

 

Alle Infos zum Corona-Virus in Passau findest du in unserem Ticker.


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