So kommen Passauer Studierende zur Uni

von am 30.09.2018

Welches Verkehrsmittel nutzen die Studierenden, um zur Universität Passau zu kommen? Eine aktuelle Studie hat die Werte für Fahrrad, Bus, Auto und zu Fuß gehen ermittelt.

 

Bevor sich am 15. Oktober auch in Passau die Studierenden wieder auf den Weg in den Hörsaal machen, wollte das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) wissen, wie die Studierenden überhaupt dort hinkommen. Daher hat das Institut über 80.000 Studentinnen und Studenten in ganz Deutschland gefragt: “Wie legen Sie im laufenden Semester die Wegstrecke zwischen Ihrem Zimmer / Ihrer Wohnung und Ihrer Hochschule im Normalfall zurück?” Mehrfachnennungen waren dabei möglich. Erhoben wurden die Daten im Wintersemester 2016/17 sowie im Wintersemester 2017/18. Zudem hatte CHE diese Daten vor 15 Jahren erhoben und konnte daher nun auch Veränderungen feststellen.

 

Weniger Auto in ganz Deutschland

Ein größerer Wandel zeigt sich bei den Autonutzern. Während im Jahr 2003 noch ein gutes Drittel der Studierenden angab, im Normalfall mit dem Kfz zur Hochschule zu fahren, ist es heutzutage nur noch ein Viertel. Dieser Gesamttrend ist auch an einzelnen Hochschulorten zu sehen, wie beispielsweise Ulm, wo die Kfz-Nutzung um über 20 Prozentpunkte sank, während die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel um rund 18 Prozentpunkt zunahm. Auch in Passau wird in relativen Zahlen wesentlich weniger per PKW oder Motorrad zur Uni gefahren. Der Wert in der 3-Flüsse-Stadt hat sich fast halbiert. Während vor 15 Jahren noch 34,5 Prozent der Studierenden so zum Hörsaal kamen, sind es jetzt nur noch 12,9%.

“Die Verkehrsmittelnutzung spiegelt offenbar infrastrukturelle Merkmale wider. Die Einführung von Semestertickets und die Schaffung campusnahen oder zumindest mit ÖPNV gut angebundenen Wohnraums für Studierende wird sicherlich dazu beigetragen haben, dass wir einen deutlichen Rückgang bei der Kfz-Nutzung sehen. Vielleicht sind die Studierenden heute aber auch klimabewusster.”
– Sonja Berghoff, Expertin für Empirische Methoden im CHE und Co-Autorin der Studie.

 

Passau erneut unter Top 10 in Kategorie „zu Fuß“

Bereits 2003 war Passau in den Top 10 der Kategorie “zu Fuß”, und auch 15 Jahren später sind nur in sieben Städten noch mehr Studierende zu Fuß unterwegs. Insgesamt konnte, in relativen Zahlen gesehen, der Wert in Passau sogar verbessert werden. Inzwischen spazieren 73,7% der Studierenden zur Uni, zu Beginn des Jahrtausend waren es nur 61,9%.

 

Mehr Bus, weniger Fahrrad

Vermutlich hat auch das Semesterticket, dass es seit 2013 gibt, dazu beigetragen, dass mehr Studierende mit dem Bus zur Uni fahren. Ihr Anteil hat sich von 21% (2003) auf mittlerweile 34,1% erhöht. Prozentual weniger universitär bedingte Wege werden mit dem Fahrrad zurückgelegt: Vor 15 Jahren waren es 74,5%, nun ist ihr Anteil auf 35,8% gefallen.

 

Die komplette Studie gibt es hier.


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