Prozess gegen Attentäter von Halle

von am 22.07.2020

Neun Monate nach dem antisemitischen Anschlag auf eine Synagoge in Halle, läuft nun der Prozess gegen Attentäter Stephan B. Ihm werden zweifacher Mord sowie versuchter Mord in 68 Fällen vorgeworfen.

 

 

Zweifacher Mord und versuchter Mord in 68 Fällen – so lautet die Anklage gegen den Attentäter von Halle. Seit Dienstag läuft der Prozess in Magdeburg, neun Monate nach dem antisemitischen Anschlag auf eine Synagoge am 9. Oktober, dem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur.

43 Nebenkläger wurden zugelassen, unter anderem Betroffene aus der Synagoge und Menschen, die an den Tatorten waren. Sie fordern eine lückenlose Aufklärung des rechtsextremen Anschlags und die Höchststrafe für den Attentäter, nämlich eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Einerseits soll aufgearbeitet werden, wie es zu dem Attentat kommen konnte, andererseits aber auch, wie Stephan B. den Sprengstoff und die Waffen unbemerkt zuhause lagern konnte und welche Rolle die rechtsextremen Netzwerke im Darknet gespielt haben. Es sind 18 Verhandlungstage angesetzt, Experten gehen aber von einer längeren Verhandlungsdauer aus.

Autorin: Giulia


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