Passauer Studenten als „Pioniere“ des Smart Homes

von am 22.05.2021

PIONIZE – ein Start-Up Unternehmen der „vier Jungs aus Passau“. Was genau sie machen, wie sie sich gefunden haben, welche Hürden sie bisher erklimmen mussten, Tipps an interessierte Start-Up Gründer:innen und vieles mehr, erfahrt ihr im Interview mit einem der Gründer, Maximilian Hauke.

Von Teresa und Leonie

 

 

Campus Crew: Was sind deine Aufgaben im Unternehmen und wie sehen die Bereiche der anderen drei Jungs aus?

Maximilian Hauke: Ich bin zuständig für Vertrieb, Marketing und PR. Also recht viele Aufgaben, die ich aber seit kurzem nicht mehr alleine, sondern mit drei neuen Praktikant:innen bearbeite.  Dann gibt es Alex (Alexander Lerach), er macht das Produktmanagement. Seine Aufgaben liegen im kreativen Bereich. Das bedeutet, er betreut die Entwicklung, kümmert sich um das Design und schaut, dass alles reibungslos abläuft. Komplett sind wir mit Frontend-Entwickler (der Bereich, den man von außen sieht) und Mitgründer Tim (Tymofii Melnyk) und Aba (Mirabror Mirzokhidov) als Backend-Entwicklung. Er vertritt die technische Seite des Unternehmens, z. B. dass die Software funktioniert.

Wie genau habt ihr euch kennengelernt? Durch das Studium oder kanntet ihr euch schon vorher?

 Max: Ich kenne Alex schon aus dem 1. Semester. Er hatte damals schon eine eigene Firma und das fand ich sehr interessant. Ich war dann Praktikant bei ihm und so haben wir uns kennengelernt. Die zwei anderen Mitgründer kennen wir durch Freunde.

Wie seid ihr auf das Thema gekommen?

 Max: Wir hatten damals im 3. Semester die Idee einen Online-Shop für Energiesparprodukte aufzusetzen. Zunächst um Geld zu verdienen, weil wir beide kein Bafög beziehen, aber natürlich auch der Erfahrung wegen. Während der Arbeit am Shop „Ecofox“ sind wir auf das Thema Smart Home gestoßen. Die Komplexität des Themas war beachtlich und hat uns in ihren Bann gezogen und somit sind wir in den Bereich „gerutscht“. Wir haben dann auch ein Seminar besucht von Max Wittrock, Gründer von Mymuesli, und haben indes „Pionize“ aufgebaut. Wir waren auch Teil von „Honours Degree“, einem Programm von der Universität Passau, bei dem man ein Jahr lang von der Uni gecoacht wird, um dabei seine Ideen zu entwickeln.

Warum Pionize und um was geht es in eurem Unternehmen?

Max: „Pionize“ ist eine Anlehnung an „to pioneer“. Wir wollen Pioniere sein, die Menschen an der Hand nehmen und durch den Dschungel Smart Home führen. Hin zu einem optimalen Smart Home System, welches den Alltag der Besitzer:innen komfortabel und sicher gestalten soll. Wir entwickeln eine Plattform/Software, mit der der/die Endkunde/Endkundin sein/ihr perfektes Smart Home System finden, kaufen und dann über eine App steuern kann. Hierfür müssen lediglich ein paar Fragen über die eigene Person, die Wohnsituation, die eigenen Bedürfnisse und Preisvorstellungen beantwortet werden. Steuerung, Einsicht in die Energiedaten und vieles mehr gibt es dann in der App.

Wie gründet man ein Start-Up und wie läuft die Finanzierung?

Max: Doof gesagt, einfach machen! Learning by doing gewissermaßen. Nach der einjährigen Betreuung von „Honours Degree“ haben wir uns ein Büro gemietet und sind jetzt schon so professionell, dass wir seit Anfang März dieses Jahres von FLÜGGE, einem staatlichen Finanzierungsprogramm, unterstützt werden.

Von wem habt ihr auf eurem Weg sonst noch Hilfe erhalten? Gibt es Anlaufstellen an der Uni Passau für Gründungsbegeisterte?

 Max: Die Uni unterstützt uns enorm, besonders unsere Gründungsberaterin Frau Schneider. An der Uni gibt es nämlich extra eine Gründungsstelle, die man anschreiben kann, um Hilfe zu verschiedensten Themen zu bekommen. Sei es die Finanzierung oder etwaige anderen Probleme.

Was hat sich als leichter/schwerer herausgestellt, als ihr ursprünglich dachtet?

 Max: Einer unserer Key-Learnings war es, das richtige Team zu finden. Der Alltag im Unternehmen ist wie eine Achterbahnfahrt: Einmal bist du supereuphorisch und dann kommt wieder ein Tag, an dem nichts so läuft wie du dachtest. Für diese Turbulenzen ein Team zu finden, auf das man bauen kann, war definitiv eine Herausforderung und hat auch einige Zeit in Anspruch genommen. Aber jetzt haben wir eine klasse eingespielte Crew gefunden, mit der wir auch schon so einiges durchgemacht haben. Die zweite Hürde war die Finanzierung. Es hat fast ein Jahr gedauert, bis jene durch FLÜGGE stand. Dazu kommt, dass diese Ende August ausläuft und wir gerade auf der Suche nach einer Anschlussfinanzierung sind.

Was wäre dein Tipp für junge Leute, die ein eigenes Start-Up gründen wollen?

 Max: Einfach machen. Man kann nicht viel verlieren.

Gibt es Projekte/Wünsche für die Zukunft?

 Max: Wir würden uns sehr über eine Anschlussfinanzierung freuen. Gerne ein großes Passauer Unternehmen, das bei uns mit einsteigen möchte und eventuell in der Immobilienbranche tätig ist, damit wir gemeinsam wachsen können.

Vielen Dank für das Gespräch!

 


Kommentare

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.


Campus Crew Passau

Jetzt läuft
TITLE
ARTIST