Passau: die deutsche Außengrenze

von am 31.10.2015

Wer in Passau studiert, kennt Ströme von Flüchtlingen… eigentlich auch nur aus dem Fernsehen. Der Grund: die Polizei verteilt die Menschen direkt an der österreichischen Grenze in Achleiten auf Busse um.

Bundespolizei – Pressesprecher Frank Koller und seine Kollegen versuchen, die Menschen so schnell wie möglich von der Grenze per Bus weiterzubringen. 20 Polizisten sind momentan rund um die Uhr dort. Wer als Flüchtling nach Deutschland möchte, muss zwei Stunden und länger warten. Vor allem die Kälte setzt den Menschen zu, so Frank Koller.

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Foto: Anne Brandl

 

Bundesweit und vor allem von der CSU viel diskutiert sind die sogenannten Transitzonen: staatsneutrale Zonen, in denen die Flüchtlinge quasi “vorsortiert” werden. Nur diejenigen mit Aussichten auf ein Bleiberecht dürften Deutschland betreten. Klar ist: eine Transitzone würde die Wartezeiten an der Grenze eher verlängern.

 

Foto: Anne Brahndl

Foto: Anne Brandl

Vor Ort gibt es inzwischen ein Sanitätszelt, die Menschen werden mit Decken und warmem Tee versorgt. Wer sich allerdings 100 Meter weiter an der Grenze anstellt um weiterzukommen, der steht in der Kälte.

 

Frank Koller und seine Kollegen sind darauf vorbereitet, dass die Situation an der Passauer Grenze bis Dezember unverändert angespannt bleibt. Die Verteilung der Flüchtlinge ist eine Herrausforderung: logistisch und organisatorisch. Neue Lösungen sind nötig, damit die Menschen an der deutschen Grenze nicht mehr so lange anstehen müssen.

 

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Foto: Anne Brandl


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