Nirgendwo und doch überall – Peach Tree Rascals „Camp Nowhere“

von am 05.04.2021

Vielleicht sagt euch der Name noch nichts, aber wahrscheinlich seid ihr bereits ein oder zwei Mal über die Peach Tree Rascals gestolpert. Etwa Mariposa ging 2020 auf TikTok viral. Das Internet ist ihre Welt, die Band hat noch nie live gespielt. Jetzt haben sie ihre Debüt-EP veröffentlicht, unsere Autorin hat bereits durchgehört.

Von Laura

Isaac, Tarrek, Joseph (Sänger und Rapper), Dominic, der Producer, und der Creative Director Jorge haben am 26. März ihre Debüt-EP herausgebracht. „Camp Nowhere“ heißt das gute Stück und spült träumerisches Ambiente aus Kalifornien bis in unser niederbayerisches Städtchen.

Ich bin ehrlich, als das Album in meinem Spotify-Feed auftauchte, war ich sehr gespannt. Immerhin verfolge ich die fünf Kalifornier schon seit mehreren Jahren und endlich kam richtig viel Musik auf einmal – ihre erste EP.

Oberflächlich durch Autotune

Was einem direkt auffällt: Es wird mit sehr viel Autotune gearbeitet, teilweise zu viel. Dadurch scheint der Sound ab und zu oberflächlich mit Hang zur Albernheit. Beispielsweise Change My Mind trifft den Indie-Pop-Geschmack eines Durchschnittsmädchens, das vor drei Jahren jedes Konzert von Von Wegen Lisbeth mitgenommen hätte.

Perfektes Album zum Tagträumen

Am Anfang hat mich das Album nicht komplett überzeugt, aber wie es heißt: Gut Ding will Weile haben. Je länger und je häufiger man sich die Lieder zu Gemüte führt, desto besser werden sie. Man muss sich Zeit für diese Lieder nehmen und in entspannten Momenten hören. So ist dieses Album perfekt zum Tagträumen.

 

Drei Lieder, die euch ans Herz zu legen sind:

JoJo – ein wenig viel Autotune, aber trotzdem ein gutes Lied. Man kann es beim Entspannen am Strand, auf einem Spaziergang im Wald oder beim Glas Wein auf dem Balkon hören. Hier findet man den typischen Peach Tree Rascals-Sound, den man von den früheren Veröffentlichungen kennt.

Pockets – ein schönes Statement: „Pockets full of sunshine“ wünscht sich doch jeder, der gerade aus der dunklen Jahreszeit kommt. Peach Tree Rascals erhellen den Raum, je länger man dem Song zuhört. Zuerst noch melancholisch, ist der Song irgendwann einfach nur noch schön. Ich kenne kaum eine Band, die so zurückgenommen so viele Emotionen bei einem auslösen kann. Ein guter Start in den Frühling.

Oh Honey (I love you) – ein Lied zum Nachdenken, vielleicht zum Schreiben oder mit seinen Liebsten beim Picknick. Die kleine Septime bringt genug Melancholie, durch die nötige positive Untermalung und die kosntante Steigerung des Liedes kommt ein Gefühlswirrwarr hoch, was der Titel gut kompakt widerspiegelt. Mein persönlicher Favorit der Platte.

 


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