Nachrichtenüberblick: Semesterferien

von am 11.05.2019

Du hast die ganzen Semesterferien in der BIB gearbeitet oder einfach nur gepennt? Unser Nachrichtenüberblick bringt dich wieder auf den neuesten Stand.

 

EU beschließt Urheberrechtsreform – Trotz Protest gegen Artikel 13

 

Am 15. April hat der EU-Ministerrat die umstrittene Urheberrechtsreform beschlossen. Mit 19 Ja-Stimmen, sechs Nein-Stimmen und drei Enthaltungen, wurde das Vorhaben durch den Rat der EU für Fischerei und Landwirtschaft in Luxemburg angenommen. Die neue Reglung der Europäischen Union (EU) befasst sich mit dem verbesserten Schutz für geistiges Eigentum und soll das veraltete Urheberrecht der EU an das digitale Zeitalter anpassen. In der Abstimmung spielte Deutschland eine zentrale Rolle, denn hätte sich die Bundesregierung enthalten oder gegen das Vorhaben gestimmt, wäre keine Mehrheit zustande gekommen.

Innerhalb der nächsten zwei Jahren, müssen die Mitgliedsstaaten nun die Richtlinie in nationales Recht umsetzen. Vor allem in Deutschland gab es heftige Proteste gegen Teile der Reform, besonders gegen den ursprünglichen Artikel 13. Dieser, welcher jetzt als Artikel 17 deklariert ist, befasst sich mit der Einführung eines “Upload-Filters”, also Computerprogramme, die erkennen sollen, was hochgeladen werden darf und was nicht. Kritiker befürchten, dass dieser Filter zu einer Art Zensur führen könnte, da viel mehr als nötig blockiert werden würde. Die deutsche Bundesregierung betonte dennoch unmittelbar nach der Entscheidung, dass bei der Umsetzung der Reform auf den Einsatz der Upload-Filter verzichtet werden wolle. In einer Erklärung der Regierung heißt es, “Ziel muss sein, dass Instrument ‘Uploadfilter’ weitgehend unnötig zu machen”. Die wirkliche Wirkung des neuen Gesetztes ist also abzuwarten.

 

Volksbegehren “Rettet die Bienen” erfolgreich

 

“Rettet die Bienen”  – Unter diesem Titel wurde Anfang des Jahres ein Volksbegehren gestartet, um Stimmen für die Erhaltung der Artenvielfalt zu sammeln und ein wirkungsvolles Naturschutzgesetz zu schaffen (CampusCrew berichtete). Zwei Wochen lang hatten die wahlberechtigten Bürger*innen Bayerns die Möglichkeit, das Volksbegehren zu unterschreiben. Das Ergebnis: fast 1,8 Millionen Stimmen wurden gesammelt, und damit fast doppelt so viel wie benötigt. Staatsregierung und Landtag wollen die Vorschläge nun unverändert umsetzen. Zudem sollen in weiteren Gesetzen das Volksbegehren für die Praxis präzisiert und noch mehr Vorhaben für den Artenschutz und für die Landwirt*innen festgelegt werden. Dazu zählen laut Ministerpräsident Markus Söder etwa Blühstreifen an den Straßen, die bessere Vermarktung von biologischen und regionalen Lebensmitteln sowie die Reduzierung des Flächenverbrauchs. Auch die nächsten Bundesländer starten nun eigene Volksbegehren und in Europa werden gerade die Weichen gestellt.

 

3 Möglichkeiten für Brexit

 

Der Brexit war in der internationalen Politik das Topthema in den Nachrichten. Bereits im Juni 2016 hatten die Briten in einem Referendum knapp für einen Austritt aus der EU gestimmt. Fast drei Jahre später steht dieser Austrittstermin aber immer noch nicht hundertprozentig fest. Momentan stehen drei Möglichkeiten im Raum:

Erstens: der geregelte Brexit. Theresa May, die Premierministerin von Großbritannien, möchte bis zum 22. Mai aus der EU austreten, um nicht mehr bei der Europawahl teilnehmen zu müssen. Dazu müssten die Briten aber dem von ihr ausgehandelten Deal zustimmen, was sie bisher noch nicht getan haben. Die EU hat Großbritannien deshalb bis zum 31. Oktober Zeit für den geregelten Brexit gegeben.

Schaffen die Briten das nicht, gibt es als zweite Möglichkeit den ungeregelten Brexit, bei dem Großbritannien am 31. Oktober ohne Abkommen aus der EU ausscheidet. Viele Unternehmen fürchten in diesem Fall wirtschaftliche Probleme und großes Chaos.

Die dritte Möglichkeit wäre, den Brexit komplett abzusagen, wenn Großbritannien seinen Antrag auf das Verlassen der EU zurückzieht. Dafür wäre ein neues Referendum nötig. In den Ferien musste Premierministerin May aber einige Niederlagen einstecken, da das Parlament ihre Vorschläge bezüglich des Deals und eines neuen Referendums mehrmals abgelehnt hatte, und ihr somit auch der Rückenwind aus der Regierung fehlt. Seit dieser Woche steht aber fest: die Briten werden trotz Brexit an der Europawahl in zwei Wochen teilnehmen.

 

Überschwemmungen in Mosambik, Malawi und Simbabwe

 

Nur 6 Wochen nach dem verheerenden Zyklon “Idai” wurde Mosambik Ende April erneut von einem schweren tropischen Wirbelsturm erschüttert. Der Zyklon “Kenneth” verursachte starke Regenfälle und Überschwemmungen in der Provinz Cabo Delgado im Norden des Landes. Bislang ist von mindestens acht Todesopfern in Mosambik und auf dem Inselstaat der Komoren die Rede. Tausende Häuser wurden zerstört. Ein Einsatzleiter der privaten Hilfsorganisation CARE sagte vor Ort: Er arbeite seit drei Jahrzehnten in der Katastrophenhilfe, aber so etwas habe er noch nie gesehen. Bereits Mitte März verwüstete der Zyklon “Idai” weite Teile von Mosambik, Malawi und Simbabwe und sorgte mit heftigen Regenfällen für schwere Überschwemmungen. Rund 1000 Menschen kamen ums Leben. Hunderttausende wurden obdachlos und kämpfen noch immer mit den Folgen der Verwüstung. Vor allem der Mangel an sauberem Wasser sorgt für einen Anstieg von Cholera- und Malaria-Fällen. Doch auch die akute Lebensmittelknappheit stellt weiterhin ein großes Problem dar. Nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) wurde Mosambik das erste Mal seit Beginn der Aufzeichnungen von zwei Zyklonen in einer Saison getroffen. Deutschland sicherte bereits nach dem ersten Zyklon 50 Millionen Euro für den Wiederaufbau in den betroffenen Ländern zu.

 

Grindel nicht mehr DFB-Präsident

 

Reinhard Grindel ist nicht mehr Präsident des Deutschen Fußballbundes. Anfang April hat der 57-Jährige sein Amt niedergelegt. Berichte über verschwiegene  Zusatzeinnahmen und eine geschenkte Luxusuhr waren am Ende ausschlaggebend für den Rücktritt. Schon bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr stand Grindel in der Kritik. Sein Umgang mit Mesut Özil nach dessen Foto mit dem türkischen Präsidenten Erdogan hatte Diskussionen hervorgerufen. Die frühzeitige Vertragsverlängerung mit Nationaltrainer Joachim Löw muss er sich genauso vorwerfen lassen, wie sein Verhalten nach der Ausmusterung der Weltmeister Müller, Hummels und Boateng.
Durch diesen Rücktritt ist der DFB weit von einer ursprünglich geplanten Erneuerung entfernt.

„Auch wenn der Rücktritt richtig war, muss die Frage gestellt werden, warum keiner der letzten DFB-Präsidenten regulär aus dem Amt geschieden ist.“
Andreas Rettig, Geschäftsführer des Zweitligisten FC Sankt Pauli, fordert eine Erneuerung der internen Strukturen.

Bis zum kommenden September wird der DFB interimsweise von den beiden Vizepräsidenten geführt. Dann wird wieder ein regulärer Präsident gewählt.

 

NBA-Superstar Dirk Nowitzki beendet Karriere

 

Mit einer Saisonbestleistung hat Dirk Nowitzki am 10. April seine Karriere als Basketballspieler beendet. Nach dem Spiel der Dallas Mavericks gegen die Phoenix Suns verkündete der 40-Jährige, dies sei sein letztes Heimspiel gewesen. Er erzielte 30 Punkte für sein Team, das am Ende mit 120:109 siegte. Im Anschluss wurde Dirk Nowitzki von tausenden Fans im American Airlines Center in Dallas verabschiedet. Der NBA-Superstar hatte 21 Spielzeiten für die Dallas Mavericks absolviert.

 


 

Leitung: Xenia, Giulia

Mitarbeit: Vanessa, Maria, Luis, Isabella

 


Campus Crew Passau

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