Nachrichten: Eskalation zwischen Palästina und Israel, Angriffe auf jüdische Einrichtungen in NRW und Neubau für Uni Passau in 2023

von am 12.05.2021

Der CampusCrew-Nachrichtenüberblick vom 12.05.2021:

 

Palästina und Israel – Eine neue Stufe der Eskalation

 

 

von Jenny

Seit Montag hat die Lage zwischen Palästina und Israel eine neue Stufe der Eskalation erreicht. Von beiden Seiten werden Raketen abgeschossen und sowohl Israel als auch Palästina verzeichnen Hunderte Verletzte und einige Tote.

Nach erneuten Zusammenstößen zwischen israelischen Soldaten und Palästinensern am Montag auf dem Tempelberg in Ost-Jerusalem, stellte die islamistische Hamas ein Ultimatum an Israel seine Sicherheitskräfte bis zum Abend abzuziehen. Nachdem dies nicht geschah, feuerte die Hamas die ersten Raketen aus dem Gazastreifen. Daraufhin holte Israel zum Gegenangriff aus. Der gegenseitige Beschuss hielt bis in die Nacht zum Mittwoch an.

Die Spannungen zwischen den beiden Seiten, die seit der Gründung Israels 1948 bestehen, schaukeln sich seit Wochen wieder hoch. Sie hängen unter anderem mit den territorialen Streitigkeiten und der drohenden Vertreibung palästinensischer Familien aus Ost-Jerusalem durch israelische Behörden zusammen.

Der UN-Sicherheitsrat tagte am Mittwoch zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage. Zahlreiche Länder fordern eine sofortige Beendigung der Gewalt. In der Internetdiskussion wird zur Zurückhaltung bei diesem sensiblen Thema aufgerufen, um die Verbreitung von Hass und Halbwahrheiten zu vermeiden.

 

Angriffe auf jüdische Einrichtungen in NRW

 

 

von Lea

Am Dienstagabend zündeten Menschengruppen in Münster und Bonn vor Synagogen israelische Flaggen an. In Bonn wurde außerdem der Eingangsbereich einer Synagoge mit Steinen beworfen. Die Polizei konnte die Tatverdächtigen stellen und die Ermittlungen des Staatsschutzes laufen.

Bereits den Abend zuvor, am Montagabend, legte eine Unbekannter in Düsseldorf ein Feuer an einem Gedenkstein für eine ehemalige Synagoge. Die Spuren werden derzeit noch von Ermittlern ausgewertet.
Nach diesen Vorfällen hat die Polizei in mehreren Städten in NRW die Sicherheitsvorkehrungen vor jüdischen Einrichtungen erhöht.

Ministerpräsident Armin Laschet zeigte sich bestürzt und betonte, dass Antisemitismus, Ausgrenzung und Diskriminierung in Deutschland und NRW kein Platz haben.

 

Passauer Uni-Neubau soll 2023 starten

 

 

von Steffi

Der Bau der Passauer Universitäts-Erweiterung am Spitzberg unterhalb der Löwenbrauerei soll im ersten Halbjahr 2023 starten. Jedoch wird nun, nach der bereits getroffenen Entscheidung, erneut über den Planungsbeauftragten entschieden.

Vor bereits vier Jahren hat der damalige Ministerpräsident Horst Seehofer einem „Uni-Konzertsaal“ zugestimmt. Der Neubau, der einen Audimax für bis zu 800 Personen umfassen soll, wird voraussichtlich jenseits der 70 Millionen Euro kosten. Nach einem ausgeschriebenen Architektenwettbewerb entschied sich eine Jury für das Linzer Architektenbüro, das sich letztendlich gegen den Leipziger Konkurrenten durchsetzen konnte. Die Zweitplatzierten konnten diese Entscheidung jedoch nicht nachvollziehen und zogen vor das Schiedsgericht – mit Erfolg. Das Gericht holte die Leipziger wieder zurück ins Rennen und nun steht ein erneutes Vergabeverfahren an, bei welchem mit beiden Bietern erneut verhandelt werden muss, bevor die finale Entscheidung getroffen wird.

Der Bereichsleiter Hochbau am Staatlichen Bauamt Norbert Sterl berichtete, dass es nun zu Verzögerungen von bis zu drei Monaten kommen wird. Jedoch versicherte er, dass dies keine Auswirkungen auf den geplanten Baubeginn im ersten Halbjahr 2023 haben werde. Sterl rechne mit dreieinhalb Jahren reiner Bauzeit, sodass das Gebäude Ende 2027 fertig sein könnte.

 

Keller tritt als DFB-Präsident zurück

 

 

von Nicolas

DFB-Präsident Fritz Keller hat seine Bereitschaft zum Rücktritt erklärt. Auch Vize Rainer Koch und Generalsekretär Friedrich Curtius kündigten ihren Rückzug an. Die Führungsspitze des Verbandes zieht damit die Konsequenzen aus einem internen Machtkampf. 

Laut einer Mitteilung des DFB von Dienstag Abend habe Keller sich aus freien Stücken entschieden sein Amt abzutreten. Die Vizepräsidenten Rainer Koch und Peter Peters bleiben bis zu den nächsten Neuwahlen im Amt. Sie sollen als gleichberechtigte Interimspräsidenten den Übergang des Verbandes gestalten.

Bereits am vergangenen Sonntag hatten die DFB-Landeschefs Keller das Vertrauen entzogen. Keller hatte seinen Vize Koch bei einer Präsidiumssitzung Ende April mit Nazi-Richter Roland Freisler verglichen – in den folgenden Wochen entbrannte ein nun folgenschwerer Streit. Durch Ermittlungen der DFB-Ethikkommission landete der Fall am Montag beim Sportgericht.  


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