Israels Ministerpräsident Netanyahu wegen Korruption vor Gericht

von am 27.05.2020

In Jerusalem hat am Sonntag der Gerichtsprozess gegen Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu begonnen. Ihm werden Korruption, Betrug und Untreue vorgeworfen.

 

 

Den Regierungschef erwarten im Fall einer Verurteilung bis zu zehn Jahre Haft. Er weist aber weiterhin jede Schuld von sich und behauptet, die Anklage sei “fabriziert”. Er selbst sei Opfer einer Verschwörung, in die auch Medien und Richter verwickelt seien. Netanyahu forderte eine Live-Übertragung der Gerichtsverhandlung, damit die Öffentlichkeit sich eine unbeeinflusste Meinung bilden könne. Währenddessen fanden in Israel zahlreiche Demonstrationen sowohl für als auch gegen den Regierungschef statt.

Erst eine Woche zuvor war der 70-jährige zu seiner fünften Amtszeit als Ministerpräsident vereidigt worden und ist damit der am längsten regierende Premier in Israels Geschichte und auch der erste, der sich im Amt vor Gericht verantworten muss.

Das Amt darf er während der Dauer des Prozesses weiterhin ausführen, erst nach einer Verurteilung wird sein Rücktritt erforderlich.

 

Autorin: Giulia


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