Friedensnobelpreis für Gilette

von am 02.05.2016

Was haben junge, hippe Männer und altbackene Witze gemein? Genau. Sie haben ’nen Bart. Irgendwann in den letzten Jahren, im letzten Jahrzehnt, feierte die männliche Gesichtsbehaarung ihren fulminanten Wiedereinzug in die Arena der Männlichkeit. Was früher die Gesichtsmode der Hippies und RAF-Sympathisanten war, ist heute Ausdruck eines Radikalindividualismus, einer „Ich gegen die Gesellschaftsmentalität.“

Egal ob ein zotteliger Vollbart, der wie ein Magnet auf Essensreste wirkt, oder ein sauber geshavter 3-Tage-Bart, dessen Gimmick ein hochgezwirbelter Schnauzer ist: Bärte sind schon seit langem mehr kein Must-have für den modischen Mann von heute, sondern vielmehr der verzweifelte Versuch seine kastrierte männliche Seele in Zeiten des Feminismus wiederzubeleben. Der Bart als Defibrillator. Die Wiederentdeckung des Mannes im Mann ist wenig überraschend, folgt er doch dem marktwirtschaftlichen Grundsatz von Nachfrage und Angebot. Je mehr man über die verschiedenen Geschlechter und deren Notwendigkeit diskutiert, zeichnet sich bei vielen Frauen ein Trend ab: Weg vom glattrasierten Softieboy, hallo zum bärtigen Ich-besorg’s-dir-man, der natürlich trotzdem über eine zarte Seite verfügt, die er aber selten zeigt. Haare stehen für Testosteron, Potenz und Männlichkeit. Mir stehen sie zu Berge.

Was für die Frauen lediglich die Anwendung ihrer freien Rechte ist, nämlich sich selbst einen Partner zu suchen, bedeutet das Ende für die Zivilisation. Wenn die Geschichte als Lehrmeister dient, so lehrt sie uns vor allem eins: »Hütet euch vor Männern mit Bärten! In ihnen steckt das Böse!« In jedem einzelnen Barthaar fließen antidemokratische Kräfte, durch sie fließt Terror, Krieg und Genozid. Nur zu dem sind Bartträger fähig. Was haben Saddam Hussein, Osama Bin Laden, Josef Stalin, Erdoğan und Adolf Hitler gemeinsam? Sie tragen Bärte und haben die größten Verbrechen der Menschheit verursacht. Dabei spielte es offenbar keine Rolle, welchen Bart sie trugen: Ob voller Rauschebart, gepflegter Schnauzer oder Balken: jede Art von Gesichtsbehaarung verleitet zum Unglück vieler!

Ganz anders hingegen die engelsgleichen glattrasierten Männer. Sie sind in der Regel große Literaten oder Philosophen mit einem rasiermesserscharfen Verstand. Friedrich Schiller, Johann Wolfgang von Goethe, Albert Camus oder Theodor Adorno: Die Abwesenheit des Bartes befreite nicht nur ihr Gesicht von lästigen Härchen, sondern auch den Geist, der sie zu den größten Denkern der Menschheit machte.

Darum mein Appell: »Weg mit den Waffen Brüder! Her mit den Rasierern!« Stauffenberg hätte anstatt der Bombe in der Wolfschanze Hitler nur mit einem Gilette Rasierer angehen müssen und Millionen Leben hätten gerettet werden können. Auch heute gilt: »Ob Erdoğan oder Assad/Ihr Bart, der muß ab!« Damit ist die Frage nach dem nächsten Friedensnobelpreisträger bereits beantwortet: Gilette. Bitte. Danke.


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