Corona: 10 Personen, Streit mit Thüringen und neues Epizentrum Südamerika

von am 27.05.2020

In manchen Bundesländern sollen Treffen mit bis zu zehn Personen erlaubt werden, für die geplante Aufhebungen der Beschränkungen in Thüringen hagelt es Kritik von mehreren Ländern und Bundespolitikern und Brasilien entwickelt sich zu einem Epizentrum, besonders die indigene Bevölkerung leidet an den Virus. Das CampusCrew-Corona-Update:

 

 

Stand 27. Mai sind in Deutschland rund 181.200 Menschen an Covid-19 erkrankt, 8.372 sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Im Kreis Passau haben sich innerhalb der letzten 7 Tage nur 2 Personen neu mit dem Virus infiziert und auch bundesweit sinkt die Zahl der Neuinfektionen weiterhin.

Treffen mit bis zu 10 Personen möglich

Die Kontaktbeschränkungen werden von Bund und Ländern bis zum 29. Juni verlängert. Schon ab dem 6. Juni können die Länder, je nach Corona-Lage, Treffen von bis zu 10 Menschen in der Öffentlichkeit erlauben. Trotzdem solle die Zahl der Kontaktpersonen möglichst gering und der Personenkreis konstant gehalten werden. Am besten seien nach wie vor Treffen im Freien.

Regelmodus statt Krisenmodus in Thüringen?

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow will die Beschränkungen im Freistaat ab 6. Juni aufheben. Grund dafür ist die niedrige Infektionslage in seinem Bundesland. Das verkündete er am vergangenen Samstag. Dazu gab es von mehreren Ländern und Bundespolitikern Kritik. In einem gestrigen Interview mit der ARD wehrte sich der linke Ministerpräsident, es gehe nicht darum, die Mindestabstands- und Maskenpflicht außer Kraft zu setzen, sondern lediglich “aus dem Krisenmodus in den Regelmodus” überzugehen.

Corona-Epizentrum: USA und Brasilien

Neben den USA entwickelt sich Brasilien mit fast 392.000 bestätigten Fällen und 24.512 Toten zum neuen Corona-Epizentrum – Tendenz steigend. Vor allem die indigene Bevölkerung leidet an den Virus, die Sterberate liegt laut der Gesellschaft für bedrohte Völker bei 12,6 Prozent und ist damit im Schnitt fast doppelt so hoch wie die im Rest des südamerikanischen Landes. Grund dafür dürfte auch die Gesundheitspolitik des rechtspopulistischen Präsidenten Bolsonaro sein, der das Virus noch immer als “Grippchen” herunterspielt und selbst bei öffentlichen Auftritten gegen Hygiene- und Abstandsregeln verstößt.


Kommentare

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.


Campus Crew Passau

Jetzt läuft
TITLE
ARTIST