Baufortschritt Aufzug Oberhaus

von am 18.12.2016

Die Stadt Passau hat seit längerer Zeit die Aufwertung und Verbesserung der Anbindung des Oberhausareals an die Innenstadt im Focus. Eine Optimierungsmaßnahme ist dabei die Verbesserung der Wegebeziehungen innerhalb der Burganlage durch einen Personenaufzug, der den Burginnenhof mit dem Aussichtspunkt und dem Parkplatz barrierefrei verbindet. Im September dieses Jahres wurde mit den ersten Bauarbeiten begonnen. Oberbürgermeister Jürgen Dupper stellte gemeinsam mit den zuständigen Fachstellen der Stadtverwaltung und mit Vertretern den aktuellen Baufortschritt und den weiteren Zeitplan vor.

 

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Baufortschritt Aufzug Oberhaus Bild v. l.: Dr. Stefanie Buchhold (Leiterin OberhausMuseum), Oberbürgermeister Jürgen Dupper, Kulturreferent Dr. Bernhard Forster, Baureferent Wolfgang Seiderer, Günther Hutterer (Hochbauamt) © Stadt Passau

“Der gute Fortschritt bei der Baustelle für den Aufzug zwischen Parkplatz und Burginnenhof freut mich sehr. Diese Lösung ist ein großer Schritt zur Attraktivitätssteigerung des Oberhausgeländes. Da ein historisches Festungsareal nie ganz barrierefrei sein wird, ist dies doch eine bedeutende Maßnahme um das Oberhaus barrierearm erschließen zu können. Dass die Aufzugsanlage, genauso wie weitere Maßnahmen des Rahmenplans Oberhaus, durch Städtebauförderungsmittel bezuschusst wird, ist darüber hinaus sehr erfreulich.” – Oberbürgermeister Jürgen Dupper

Die ersten Arbeiten für die Aufzugsanlage bestanden darin, zwei Durchbrüche in den Decken der übereinanderliegenden Ravelinkeller herzustellen. Hierzu wurden die Gewölbe mit Gerüste unterfangen, um dann die Löcher, durch die der Aufzug führen wird, ausbrechen und einen Kranz aus Stahlbeton einbauen zu können.

Als nächster Schritt wurde ein Schacht mit einem Durchmesser von 5,0 m senkrecht in den Felsen geschlagen. Von der Sohle des unteren Ravelinkellers bis zur Sohle der Unterfahrt entspricht dies einer Tiefe von rund 11 m. Für den Zugang zum Burginnenhof wurde ein kurzer Tunnel mit einer Länge von ca. 8 m in den bestehenden Felsen gebohrt und gefräst. Die Durchbrüche in den Gewölben, der Schacht und der Tunnel sind als Rohbau fertiggestellt.

In dem runden Schacht wird nun der eigentliche Aufzugsschacht, der bis zur Sternwarte führt, aus Beton hergestellt. Noch in der 49. Kalenderwoche wird mit diesen Arbeiten begonnen. Wenn die Witterung es zulässt, wird der Aufzugsturm im Inneren noch in diesem Jahr als Rohbau fertiggestellt.

Im nächsten Jahr erfolgen die Elektro- und Abwasserinstallationen sowie die erforderlichen Arbeiten zur Anbindung des Aufzuges an die vorhandene Infrastruktur. Dazu gehören rollstuhlgerechte Wege zum Aufzug im Bereich des Burginnenhofs und des Parkplatzes, sowie andere kleinere Maßnahmen wie Beleuchtungen, Tore, Handläufe oder Absturzsicherungen. Da diese Arbeiten teilweise witterungsabhängig sind, wird eine Fertigstellung bei optimalem Arbeitsverlauf im Mai 2017 anvisiert.

Für den Neubau des Aufzuges einschließlich der Planung standen Anfang des Jahres 1 Mio. Euro zur Verfügung. Aufgrund von Preissteigerungen im Baugewerbe mussten in diesem Jahr jedoch weitere 200.000 Euro bereitgestellt werden. Im ganzen Bereich der Aufzugsanlage werden insgesamt rund 1,6 Mio. Euro investiert. Gefördert werden diese Maßnahmen durch das Kommunale Investitionsprogramm und durch die Städtebauförderung.

Bevor mit den unmittelbaren Aufzugsbauarbeiten begonnen werden konnte, musste die Abdichtung des Ravelinkellers hergestellt und die historischen Wände zum sog. Bärengraben saniert und gesichert werden. Hierfür wurde im Frühjahr die Maueroberkante freigelegt und mit speziellen Tonmatten abgedichtet. Eine zusätzliche Sickerung leitet künftig das Niederschlagswasser vom Mauerbestand weg.

Geplant war ursprünglich ein Außenaufzug entlang der Wand zum Bärengraben. Um diesen Eingriff insbesondere für das Landesamt für Denkmalschutz zu skizzieren, wurde bereits im Jahr 2014 ein 24 m hohes und 12 m² flächiges Phantomgerüst montiert. Nach der Beurteilung des Landesamts für Denkmalschutz wurde jedoch eine innenliegende Ausführung weiter verfolgt.

Die Stadt Passau hat mit der Aufstellung des Rahmenplans Oberhaus im Jahr 2015 damit begonnen, den Burgbereich neu zu ordnen und neu zu definieren. Der Aufzug hat dabei eine elementare Bedeutung für die Neubelebung des gesamten Oberhauses und ermöglicht eine barrierefreie Erschließung der Burganlage.


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