Aktuelles aus der Hochschulpolitik: Teilung der Philo-Fakultät?

von am 05.12.2012

„Wird die Philosophische Fakultät zerlegt?“ Diese provokante Frage hat der AStA vergangene Woche auf Plakaten gestellt. Wir haben mit Felix Speidel vom Studierendenparlament gesprochen. Er erklärt: Gerüchte um die Zukunft der Fakultät gibt es schon lange.

„Seit einem Jahr weiß ich davon, dass es Gerüchte gibt, dass die philosophische Fakultät geteilt wird, seit einem halben Jahr wissen wir, dass es einigermaßen konkret wird, dass sehr dubiose Teilungsvorschläge in den verschiedenen Gremien zirkulieren, aber keine Informationen in den Gremien sind, nur diese Vorschläge.“

Keine konkreten Infos, was wirklich geplant ist und wo darüber gesprochen wird. Das beunruhigt Studierende, Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter. Klar ist nur, wieso über eine Umstrukturierung nachgedacht wird: Die Philo-Fakultät ist übermächtig. Sie hat knapp 6000 Studierende. Damit ist sie größer als alle anderen Fakultäten an der Uni zusammen. Logische Konsequenz: Man könnte sie teilen oder Studiengänge anderen Fakultäten zuordnen. Zum Beispiel nach dem Prinzip: Jeder Studiengang soll zu der Fakultät, an der die Studierenden die meisten ECTS-Punkte dafür sammeln. Der Kuwi zum Beispiel käme dann zu den Wiwis, erklärt Felix:

„Das bedeutet, dass die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät dann bestimmt, wie der Kuwi ausgestaltet ist, und wahrscheinlich den etwas Wirtschaftswissenschafts-lastiger macht. Zum anderen bedeutet das, dass die Philosophische Fakultät nicht mehr für den Studiengang zuständig ist, aber die Kulturräume immer noch an der philosophischen Fakultät sind und es  große Befürchtungen gibt innerhalb von den ProfessorInnen, dass die Kulturraumlehrstühle entweder nicht nachbesetzt werden und dann halt umgewidmet werden und irgendeinem anderen Fachbereich zugeordnet werden.”

Das würde dann natürlich auch andere Studiengänge betreffen. Wie die Philosophische Fakultät in Zukunft aussieht, darüber entscheidet der Universitätsrat. Der hat zuletzt am 28. November getagt. Angeblich hätte dort über eine Teilung der Philo-Fakultät entschieden werden sollen. Nach der Plakataktion des AStA hat der Präsident aber informiert: Die Teilung stand nicht auf der Tagesordnung.

Nun wollen die Studierendenvertreter drei Dinge tun: Erstens, die Gerüchte um die Teilung bei der Infoveranstaltung des Präsidenten heute Abend ansprechen. Zweitens, so viele Informationen wie möglich zu den Plänen einholen und veröffentlichen. Und drittens: Eure Ideen sammeln. Denn im Sommer sollen die Studentischen Senatorinnen im Universitätsrat sprechen. Thema: Wie sich die Studierenden die Zukunft der Uni vorstellen.



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