6 Tipps um im Homeoffice produktiv zu bleiben

von am 01.05.2020

Noch immer hat Corona Deutschland fest im Griff, in Geschäften und dem ÖPNV gilt eine Maskenpflicht und die Uni hat ihren betrieb vollständig ins Internet verlagert. Auch viele Arbeiten finden weiterhin im Homeoffice statt. Doch wie bleibt man konzentriert, wenn Bett und Netflix in unmittelbarer Reichweite sind? CampusCrew-Autorin Lisa hat sechs Tipps, wie man im Homeoffice produktiv bleibt.

 

Die letzten Semesterferien waren wohl die faulsten meines Lebens. Nicht nur hatte ich keinerlei Pflichten zu erfüllen, sondern habe auch noch einen gehörigen Teil der Zeit wegen Corona meine Wohnung kaum verlassen. Aufgestanden bin ich jeden Tag so um 13 Uhr. Mein Zirkeltraining? Bett, Couch, Küchentisch, Couch, Bett. Daran gewöhnt man sich früher oder später. Dass dieses Vakuum des Nichtstuns nicht für immer bleiben würde, war ja eigentlich klar – trotzdem ist mir der Umstieg ins Sommersemester schwerer gefallen als gedacht. Ich hatte irgendwie gehofft, dass ich nach all dem Rumhängen nur so vor Energie strotzen würde, um endlich wieder etwas anzupacken. Fehlanzeige.
Meine Konzentrationsspanne hat sich als nicht mehr vorhanden herausgestellt. Die Arbeitsmoral ist in der Couchritze verloren gegangen. Aber das Semester muss ja irgendwie bewältigt werden, also was tun? Ich habe eine kleine Liste von Tipps zusammengestellt, die ich aus meiner ersten Woche “back in Business” gewonnen habe. Natürlich lassen sich diese Vorschläge nicht nur auf den Unialltag, sondern auch auf
berufliches Homeoffice anwenden. Erst mal ein paar Tipps für die Grundlage. Für mich das Mindeste, das gegeben sein muss, damit ich
anfangen kann überhaupt an Produktivität zu denken:

 

1. Zieht euch an!

Man muss zwar nicht mehr raus, aber trotzdem sollte man chillen und arbeiten durch normale Tagesrituale trennen. Dazu gehört, sich nach dem schlafen umzuziehen. Ihr müsst euch nicht gerade in der Jeans an den Schreibtisch setzen, aber zumindest etwas anderes als der Schlafanzug wäre nicht schlecht, um aus der Bettschlappheit rauszukommen.

 

2. Räumt schon am Abend vorher auf

Man kennt es: Kaum sollte man lernen, ist man auf einmal total motiviert, sich erst mal um alles andere zu kümmern. Da wird dann lieber mal das Zimmer in aller Gründlichkeit aufgeräumt, oder irgendwelche Zettel werden sortiert. Wenn man damit fertig ist, kann man auch eigentlich schon was essen… Indem man einfach schon am Abend vorher aufräumt, killt man die Ausrede: “In so einem Chaos kann ich mich gaaar nicht konzentrieren!” Einen Tag in der Woche mal so richtig aufzuräumen kann auf jeden Fall auch nicht schaden, denn im Homeoffice ist es  essenziell, sich daheim wohlzufühlen. Abends müssen dann immer nur noch ein paar kleine Dinge weggeräumt werden – ganz entspannt.

 

3. Handy weg, Flugmodus ein!

Dass das Smartphone am Arbeitsplatz der Erzfeind der Konzentration ist, ist – glaube ich – inzwischen eh den meisten klar. Trotzdem kann ich es nur noch mal wiederholen. Um für die Uni zu lernen kann man außerdem oft auch noch das Internet vermeiden, denn der Laptop ist genauso verlockend wie das Handy. Plötzlich werden selbst die Nachrichten auf der Startseite meines E-Mail Providers seeehr interessant (Der Wendler und seine Laura sind verlobt!) Diese Ablenkung ist ganz leicht vermeidbar, indem man die Materialien, die die Professoren bereitstellen, zum bearbeiten herunterlädt (soweit möglich) und dann einfach den Flugmodus einschaltet. So kommt man viel weniger leicht in die Versuchung, neue Tabs zu öffnen, um irgendein Zeug zu googlen.

Das ist die Basis für konzentriertes Arbeiten zu Hause. Jetzt kommen meine Ideen, um währenddessen nicht aufzugeben:

4. Bewegung

Stundenlang auf einem Stuhl zu sitzen macht dich früher oder später fertig. Also gönn dir spätestens nach einer Stunde eine kleine Pause. Lockermachen, dehnen, langmachen. Vielleicht kannst du dir sogar eine Art Trainingsplan zusammenstellen mit Übungen, die sich gut für zwischendrin eignen. Das ist dann aber eher was für die ganz motivierten. Ansonsten ist Youtube momentan eine riesige Fundgrube, was
Workouts angeht. Also sucht euch was raus, dass euch Spaß macht – Hauptsache ihr bringt den Körper ein bisschen in Schwung. Falls ihr ein Musikinstrument habt, könnt ihr auch da ein bisschen rumklimpern, damit ihr euer Gehirn mit etwas anderem als stimuliert als während der Arbeitsphase.

 

5. Gesunde Drogen

We’re talking Wasser und Gemüse! Auch wenn der Drang nach Süßkram noch so stark wird, während dem Lernen würde ich mir lieber einen gesünderen Snack hinstellen. Und natürlich darf ein Glas Wasser am Schreibtisch nicht fehlen. Das ist nicht nur gesund und hält frisch, sondern da geht es für mich auch um das generelle Gefühl während einer produktiven Phase. Wenn ich nebenbei eine ganze Tafel
Schokolade wegfresse, komme ich direkt in “Ich lass mich gehen” Laune. Das will ich lieber vermeiden. Aber keine Sorge! Gönnung kommt als Nächstes.

 

6. Die Ruhe nach dem Sturm

Ihr habt einen produktiven Tag verbracht und seid jetzt ganz schön durch. Zum Glück kommt jetzt der Abend, die Zeit sich zu belohnen! Macht vielleicht einen Abendspaziergang im Sonnenuntergang, macht euch was geiles zu Essen (mein Top Gönnungsabendessen: Carbonara) schmeißt die Lichterketten an, kuschelt euch ein und schaut die Netflixfolge, auf die ihr schon den ganzen Tag Bock hattet (Falls ihr
überhaupt noch was zu kucken habt). Dazu gibt’s endlich auch was Süßes… Und wenn ihr trotz dieser Tipps mal so gar nicht in Fahrt kommt, ist das auch ok. Einen Nichtsmachen-Tag kann man ohne Weiteres einschieben, ohne sich danach schlecht zu fühlen. Mein Tipp Nummer eins und gleichzeitig meine Lebensphilosophie ist nämlich: Nicht stressen lassen.


Campus Crew Passau

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