Superorganism – Superorganism 

von am 10.03.2018

Von Melanie Ziegler.

Dank Internet ist es heutzutage leichter denn je, mit seiner Musik Leute zu begeistern und mit etwas
Glück einen hohen Bekanntheitsgrad zu erreichen. Selbst wenn man auf die eine oder andere
Internetsensation gut und gerne verzichten könnte, stellt das Internet eine perfekte Plattform für
Newcomer und Selbstinszenierer dar. Superorganism haben auf beeindruckende Weise bewiesen,
dass man auch als Internetsensation ernstzunehmende Musik machen kann, die sich wegen ihrer
Qualität nicht verstecken muss.

Patchworkindie á la Internet
Wenn man sich die Songs das erste Mal anhört, weiß man zuerst nicht, wohin mit sich. Das Album
fühlt sich an wie die Sachen, die man nach einer stundenlangen Reise durch die verschiedensten
Winkel des Internets findet und wovon man nicht weiß, ob man fasziniert oder verstört sein soll.
Man hört eine Person von einem Apfel abbeißen, diverse Vögel zwitschern munter im Hintergrund
und im Vordergrund gibt Sängerin Orono monoton ihren Senf dazu. Auch wenn es zu seltsam
klingt, um wahr zu sein: man kann nichtsdestotrotz nicht aufhören, das Album anzuhören. Zu
eingängig sind die funky Riffs und Melodien der Band, um sich davon losreißen zu können.

Wale sind die neuen Dreiecke
Superorganism sind ironisch unbeabsichtigt dem Trend und allen anderen so voraus, dass man ihre
Progressivität schon fast mit Nachlässigkeit und Ignoranz verwechseln könnte. Ja, Superorganism
sind definitiv nicht für jeden was. Dies fügt ihnen aber absolut keinen Schaden zu. Nach einer
läppischen Existenz von etwas mehr als einem Jahr haben sie schon hochkarätige Fans wie Frank
Ocean oder Vampire Weekends Ezra Koenig zu verbuchen. Mit Something For Your M.I.N.D.
schafften sie es, genug Aufmerksamkeit zu erregen, dass sie (bis dato noch inkognito) als Damon
Albarns nächstes heißes Musikprojekt spekuliert wurden. Auf die Gefahr hin, dass sie genau so
schnell verpuffen könnten, wie sie auf der Bildfläche erschienen sind, wage ich zu sagen, dass wir
in Zukunft noch einiges von Superorganism hören werden. Zumindest kann man sich in einem
sicher sein: Mainstream werden sie so schnell nicht – wenn, dann erfinden sie ihn für sich komplett
neu.

Fazit: Der Superorganismus hat 2018 jetzt schon fest im Griff. So, it’s all good!


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