Ende Februar 2018 führte die Theatergruppe der Universität Passau „Act!“ die Tragödie „Romeo und Julia“ von William Shakespeare auf. Wir waren ebenfalls vor Ort und haben uns das Theaterstück angeschaut.

Eine Rezension von Valerie und Melanie.

 

 

Hach, Frühling! Alles beginnt zu blühen, zu duften, die Stimmung hebt sich wieder, die Depressionen verschwinden wie der Winterspeck (HA! Wer’s glaubt!) die Glücksgefühle sprießen wie die Blumen aus der Erde und die Sonne scheint, als hätte sie van Gogh gemalt…

Ja, der Frühling ist schon schön, oder? Da krieg man ja fast schon selbst Frühlingsgefühle. Nicht umsonst wird diese Jahreszeit mit Frischverliebten assoziiert. Überall sieht man sie -> M & F – Die Ärzte „ Sie liegen schon mittags in den Büschen…“

Aber Vorsicht: die Literatur hat schon öfters bewiesen, dass Liebe in drastischen Fällen zum Tode führen kann. Wo wir auch schon wieder beim Thema wären: Romeo & Julia. Die wohl rührendste Liebesgeschichte aller Zeiten! Und gerade jetzt hat sich die Hochschulgruppe Act! dazu entschlossen, dieses Stück aufzuführen. Natürlich konnten wir uns das nicht entgehen lassen.

 

 

M: Hey, Valo, schau mal! Die Tür geht auf. Lass uns mal reingehen und Plätze suchen!

(Schritte)

 V: Boah, ich bin schon echt gespannt auf das Stück! Wir haben das in der Schule selbst mal aufgeführt; mal schauen, ob ich den Text noch kann.

M: Hier ist noch was frei!

(Stühlerutschen)

 V: Hier haben wir sogar die Rollenbesetzung! HA! Mercutio – Sex, Drugs, and Rock’n’Roll!

M: Schwester Johanna – You Had One Job! Wie passend.

V: Oh, Lady Capulet – Kam aus dem Nichts und übernahm das Imperium – wo sie das wohl her haben???

M: Hmm, ist gar nicht auffällig. Keine Ahnung was du meinst…

(Stimmengemurmel wird leiser)

 M: Pssst, es geht los…

(Hintergrundmusik setzt ein)

 Es wird dunkel. Einzig und allein das Podest wird beleuchtet. Der Efeu zeichnet sich als Schattenspiel an der Wand ab. Leise Gitarrenklänge setzen ein. Männlicher Gesang ertönt.

 Der klassische Stil von Romeo und Julia wird eingehalten, auch wenn man an Mercutios Faxen und auch sonst während des ganzen Stücks einen modernen Feinschliff der Sprache deutlich erkennen kann. Gekleidet mit schon beinahe bowieesk anmutenden Kostümen, blühen die Schauspieler in ihren zugeteilten Rollen auf. So erleben wir die tragische Geschichte der beiden Liebenden mit ihren Höhen und Tiefen, bemitleiden Romeos Herzschmerz, fühlen Julias Sehnsucht und bestaunen Lady Capulets Trinkfreudigkeit und ihre emotionalen Ausbrüche.

M: Ach, übrigens, ich hab mich so erschrocken, als Lady Capulet angefangen hat, Julia zusammenzuschreien. Ein Organ hatte das Mädel, das ist der Wahnsinn! Respekt.

 V: Wenn wir schon auf der emotionalen Schiene sind: die Amme war ja auch der Hammer! Super glaubwürdig gespielt, obwohl ihre Rolle für mich immer einen nervigen Touch hatte.

 Aber: zurück zum Stück.

Und wie das bei Tragödien üblich ist, nimmt das Unglück seinen Lauf. Das Publikum kann dabei zusehen, wie Romeo und Julia langsam aber unausweichlich in ihr Verderben spazieren. Doch zwischen all den Familienstreitigkeiten stoßen sie doch auf unerwartete Hilfe in Form eines vertrauenswürdigen Pfarrers, welcher stets um das Wohl der Turteltäubchen besorgt ist.

Wer hätte es gedacht, dass ein läppischer Brief ausreichen würde, um das ganze ziemlich schnell und ziemlich übel den Bach runter gehen zu lassen?

 

 

 

© Vorschaubild: Act Passau / Bearbeitung: CampusCrew Passau


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