Nachrichten: weiterhin angespannte Lage in Myanmar, Straftat am NS-Mahnmal in Passau, Schneechaos in Deutschland

von am 10.02.2021

Der CampusCrew-Nachrichtenüberblick vom 10.02.2021:

 

 

Situation in Myanmar bleibt angespannt

 

 

Von Madleine

Auch über eine Woche nach dem Militärputsch in Myanmar bleibt die Situation im Land angespannt. Das Militär hat in mehreren Teilen des Landes das Kriegsrecht verhängt, stellt jedoch Neuwahlen nach Ende des einjährigen Ausnahmezustandes in Aussicht. Um Proteste zu unterbinden, hatte die Regierung vergangenen Mittwoch soziale Medien wie Facebook, Instagram und Twitter für die Bevölkerung gesperrt.

Doch auch ohne die Unterstützung von Social Media zieht eine bunte Mischung an Demonstranten tagtäglich durch die Straßen von Myanmars Städten. Neben jungen Leuten, Lehrern, Ärzten, und Regierungsmitarbeitern sympathisieren auch vereinzelt Polizisten mit der Bewegung. Dennoch schlägt der Großteil der Polizei die Demonstranten immer mehr mit Gewalt zurück. So kam es zu zahlreichen Verletzungen in Folge von Wasserwerfern und Gummigeschossen. Der UN Menschenrechtsrat plant für diesen Freitag eine Sondersitzung zur Lage in Myanmar.

 

NS-Mahnmal: Gedenkkranz in Inn geworfen

Von Vivien

Am 8. Februar warf ein unbekannter Mann den Gedenkkranz, welcher anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am NS-
Mahnmal niedergelegt wurde, in den Inn. Diese Tat wurde von einer Augenzeugin beobachtet, die das der Polizei meldete. Die Polizei nimmt daraufhin die Ermittlungen auf. Es handelt sich um eine wiederholte Tat, da schon im November 2020 Gedenkkränze in den Inn geworfen und Kerzen beschädigt wurden. Die kurzfristige Tat verursachte einen Schaden von 200 Euro und gilt als gemeinschädliche Sachbeschädigung, die eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahren Haft mit sich zieht.

Am 27. Januar 2021 legte Oberbürgermeister Jürgen Dupper den Gedenkkranz hin, um den bis zu eine Millionen ermordeten Menschen im KZ Auschwitz zu gedenken.

 

Schneechaos in Deutschland

 

 

Heute mit Steffi

Der plötzliche Wintereinbruch verursacht massive Behinderungen auf Deutschlands Straßen und Schienen. In der Nacht von Montag auf Dienstag kam es aufgrund von starkem Schneefall zu Kilometer langen Staus, so wie auf der A2 bei Bielefeld. Dort mussten viele Menschen die ganze Nacht bei eisiger Kälte in ihren Autos verbringen. Die im Schnee feststeckenden Autos und Lkws verursachten insgesamt rund um Bielefeld mehr als 70 Kilometer Stau. Mitverursacher des Verkehrschaos seien laut der Autobahn GmbH Westfalen die Lastwagenfahrer, die sich nicht an das verhängte Fahrverbot gehalten haben. In Dortmund war die A2 ebenfalls gesperrt und auf der A10 bei Spreeau in  Brandenburg stellten sich zwei Lkws quer.

Auch der Deutschen Bahn wurde das Unwetter zum Verhängnis. Es kam in weiten Teilen Deutschlands zu Verspätungen und Zugausfällen. Zwar ist der Zugverkehr wieder in Gang gekommen, jedoch ist weiterhin mit Verspätungen und Ausfällen zu rechnen.

Das Hoch Gisela bringt auch Sorge um die Obdachlosen mit sich. Hilfsorganisationen verstärkten in vielen Orten ihren Einsatz und versorgten diese mit warmen Essen und Kleidung. Aufgrund der Corona-Pandemie können die Einrichtungen nur begrenzt belegt werden. Das Diakonische Werk Bayern forderte die Kommunen auf, Notunterkünfte durchgehend zu öffnen und auch andere freie Gebäude wie Turnhallen oder leerstehende Hotels zu nutzen.

 

Tampa Bay Buccaneers gewinnen Super Bowl

 

 

Von Nicolas

Die Tampa Bay Buccaneers haben am Montagmorgen deutscher Zeit die 55. Auflage des Super Bowl gewonnen. Als erstes Team in der NFL-Geschichte gewann das Franchise aus Florida im eigenen Stadion. Das 31:9 gegen Titelverteidiger Kansas City fiel überraschend deutlich aus. Im Mittelpunkt stand einmal mehr Tom Brady. Für den 43-Jährigen Quarterback war es in seinem zehnten Super Bowl der siebte Sieg und der Erste mit Tampa Bay.

„Wenn du so weit kommst, musst du den Job auch erledigen. Das haben wir gemacht“, sagte Brady nach dem Spiel und schickte gleich noch eine Warnung an die Konkurrenz hinterher:

„Wir kommen zurück.“
– Tom Brady

Der Super Bowl war auch der Abschluss einer denkwürdigen NFL-Saison unter Corona-Bedingungen. Im Stadion von Tampa durften rund 25.000 der bis zu 75.000 Plätze besetzt werden. 7.500 der Zuschauer waren eingeladene Pflegekräfte. Auch für Sarah Thomas war das Spiel ein ganz besonderes Ereignis. Als erste Frau in der Geschichte gehörte sie einer Schiedsrichter-Crew des Super Bowl an.


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