Nachrichten: Amokfahrt in Trier, Löw weiterhin Bundestrainer und Proteste in Frankreich

von am 03.12.2020

Der CampusCrew-Nachrichtenüberblick vom 02.12.2020:

 

Amokfahrt in Trier: 5 Tote, 18 Verletzte

 

 

Von Lea

Bei einer Amokfahrt am Dienstagmittag sind in der Trierer Innenstadt fünf Menschen zu Tode gekommen. Achtzehn wurden verletzt, sechs von ihnen schwer. Ein 51 jähriger Mann aus dem Kreis Trier-Saarburg steuerte sein Auto von der Konstantinbasilika in Richtung Hauptmarkt und Port Rigra durch die Fußgängerzone und fuhr durch die Menschenmenge. Bei den Todesopfern handelt es sich um drei Frauen im Alter von 25, 52 und 73 Jahren, sowie ein neuneinhalb Wochen altes Baby und dessen 45 Jahre alten Vater.

Innenminister Roger Lewentz beschrieb die Tat als ein gezieltes Vorgehen des mutmaßlichen Täters. Er sei Zickzacklinien gefahren und habe gezielt Leid zugefügt, so Lewentz. Die Staatsanwaltschaft stuft die Tat als mehrfachen Mord, Mordversuch und gefährliche Körperverletzung ein. Zur Tatzeit war der mutmaßliche Täter mit 1,4 Promille alkoholisiert. Zudem weist er ein psychiatrisches Krankheitsbild auf. Die bisherigen Angaben des Mannes gegenüber der Polizei seien in Teilen nicht nachvollziehbar und wechselnd, so der leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen. Ein Motiv für die Tat könne man zunächst nicht herleiten.

Am Dienstagabend wurde bereits in den Trierer Dom zu einem ökumenischen Gebet für die Toten, Verletzten, Angehörige und Rettungskräfte eingeladen. Oberbürgermeister Wolfram Leibe möchte sich für die Einrichtung eines Erinnerungspunktes der Tat einsetzen. „Man braucht einen Ort, wo man seine Blumen niederlegt. Man braucht einen Ort, an dem man an die Menschen denk“, äußerte Leibe.

 

Löw weiterhin Bundestrainer

 

 

Von Nicolas

Joachim Löw darf weitermachen. Der Bundestrainer erhält auch nach der historischen 0:6 Niederlage in Spanien vor zwei Wochen das Vertrauen des Deutschen Fußball-Bundes.

Gemeinsam geht der Blick zielgerichtet und fokussiert auf die weitere EM-Vorbereitung im nächsten Jahr
– Der DFB in einem offiziellen Statement vom Montag.

Löw ist bereits seit mehr als 14 Jahren Cheftrainer der Nationalmannschaft. Nächsten Sommer könnte er die Marke von 200 Länderspielen im Amt knacken. Sein größter Erfolg war der WM-Titel 2014 in Brasilien. Ab dem WM-Vorrundenaus 2018  wuchs die Kritik an dem Trainer.

Nach dem Turnier in Russland griff Löw hart durch und sortierte mit Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller gleich drei Führungsspieler aus. Nun wird aufgrund der enttäuschenden Resultate der letzten Wochen und Monate über eine Rückkehr des Trios spekuliert.

 

Gewaltsame Proteste in Frankreich

 

 

Von Lucy

Hunderttausende Franzosen haben am Wochenende gegen ein neues Sicherheitsgesetz demonstriert. Das geplante Gesetz soll unter anderem das Filmen von Polizisten verbieten. Journalisten und Oppositionelle fürchten dadurch die Einschränkung der Pressefreiheit. Bei den Demonstrationen gegen das Gesetz kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen. Nach Angaben der Polizei wurden mindestens 37 Beamte schwer verletzt. Angefacht wurden die Proteste von erneuten Fällen von Polizeigewalt.

Erst letzte Woche erschien ein Video, das zeigt wie ein schwarzer Musikproduzent in seinem Studio von drei Polizisten brutal zusammenschlagen wird. Der Vorfall sorgte landesweit für Entsetzen und setzt die französische Regierung weiter unter Druck. Als eine Reaktion auf die Proteste kündigte Präsident Macron bereits an, den besonders kritisierten Artikel des Sicherheitsgesetzes neu zu formulieren.


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