»Der Preis der Freiheit« – Gastbeitrag von Jens Spahn (CDU)

von am 18.08.2016

Ich möchte vorneweg klarstellen: Die Union war seit ihrer Gründung immer ein starker Verfechter der Frauenrechte. Glauben Sie nicht? Dann sehen Sie sich dieses Beispiel an: Bleibt die Frau zu Hause am Herd, kann sie von ihren Kollegen nicht sexuell belästigt werden.

Mit diesem Hintergrund bedrückt es mich umso mehr, daß es in diesen Zeiten reaktionäre Kräfte gibt, die die Rechte und Entfaltungsvielfalt der Spezies Frau mithilfe von Niqab und Burka auf absurdeste Weise einschränken wollen. Sicherlich ist’s nicht immer leicht mit den Weibern. Das erklärt auch, warum unser Partner, die CSU, bis weit in die 1990er Jahre geglaubt hat, daß Vergewaltigungen nur außerehelich stattfinden können. Nehmen wir’s ihnen nicht übel: Geschlechtsverkehr findet bei denen eh nur außerehelich statt, wie sollen sie’s auch anders wissen?

Lassen wir die Vergangenheit Vergangenheit sein und konzentrieren wir uns aufs Wesentliche: Wir von der Union wissen was Frauen wollen. Einen Thermomix und keine Burka. Schleier haben in der Gesellschaft nichts zu suchen, das wußte auch schon die RAF. Die Unterdrückung der Frau sollte in einer Form erfolgen, die nicht auf den ersten Blick sichtbar ist. Darum darf es keine Burka geben, dafür verdienen sie bei gleicher Arbeit trotzdem weniger als ihre männlichen Kollegen. Man könnte sagen, die Differenz der Löhne ist der Preis, den Frauen für ihre Freiheit zahlen.

Mit allerliebstem Gruße

Jens Spahn

 


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