Das Impuls-Festival 2017

von am 16.02.2017

32 Künstler, sechs Locations, eine Stadt. Das Impuls-Festival ging heuer zum zweiten Mal über die Bühne. Und es überzeugte wie bereits im letzten Jahr durch Vielfalt. Workshops, Partys und Musik aus nahezu allen Genres machten die zwei Tage zu einem runden Erlebnis. Neben der Redoute, dem Scharfrichterhaus, dem Café Museum und dem Zeughaus kamen die Heiliggeist-Kirche und der Zauberberg in diesem Jahr als neue Veranstaltungsorte dazu. Dort reihten sich lokale Bands zwischen internationalen Künstlern ein.

Spielplan Impulsfestival (©www.impuls-passau.de) Spielplan Impuls-Festival (©www.impuls-passau.de)

Den Startschuss des zweitägigen Festivals machte das Projekt „Passauer Nahaufnahmen“: Im Zeughaus sprach die Passauer DJane Klaudia Gawlas über ihre Anfänge an den Turntables, private Rückschläge und die Liebe zu elektronischer Musik. Gegen Ende des Abends spielte die Münchner Rapperin Fiva, begleitet von der Jazzrausch Bigband, in der Redoute groß auf. Alte Songs in neuem musikalischem Gewand, so das Motto des zusammen aufgenommenen Albums. Und das Konzept ging voll auf. Das Zusammenspiel vom starken Sound der Bigband und den Rap-Parts überzeugte auf ganzer Linie. Ebenfalls am Freitag war Ami Warning im Zeughaus zu Gast. Charakteristisch für ihren Sound sind ihre raue Stimme und die souligen, reggaelastigen Melodien. All das setzte sie mit ihrer dreiköpfigen Band hervorragend um.

Mit Pudelmütze und Gitarre begann der österreichische Singer-Songwriter Lemo am zweiten Festivaltag seinen Auftritt. Das Anfangs zurückhaltende Publikum im Café Museum konnte er jedoch schnell gewinnen, Wiener Schmäh eben. Fast zeitgleich startete das Schweizer Quartett Fai Baba in der Redoute. Mit ihnen holte man eine fanatische und leidenschaftliche Band nach Passau. Die drei Musiker spielten sich mit einer Mischung aus Indie und Psychedelic Rock nahezu in Ekstase. Nach Fai Baba füllte sich die Redoute langsam. Mit auffällig vielen jungen Zuschauern. Sie warteten auf den bayerischen MC BBou, kurz für Boarischa Bou. Er war einer der ersten, der in bayerischem Dialekt rappte. Ein Vorreiter der Szene, an dem kein Weg im Mundartrap vorbeiführt. Er nahm die Zuhörer mit auf seiner musikalischen Reise durch die Zimmer seiner „Gschpusis“ über gemütliche Abende in der Heimat bis hin zu manchen Vorzügen der Natur.

Der Höhepunkt des Abends war jedoch der Auftritt des Wiener Künstlers Voodoo Jürgens und seiner Band „Ansa Panier“. Mit großen Schritten und einer großen Weinflasche spazierte er auf die Bühne. Der Vorteil am letzten Auftritt des Abends? Für Voodoo Jürgens die lange Wartezeit. Denn „da kann man mehr trinken“. In seinen Liedern erzählt er Geschichten, häufig vom Auf und Ab des Lebens. Von einem Boxer, der immer wieder scheiterte. Von einer Ex-Freundin, die sich immer wieder in die aktuelle Beziehung einmischt. Seine Sprache in den textlastigen Liedern: Breitester Wiener Dialekt. Beim Publikum kommt das bestens an. Nicht nur in Passau, sondern sogar über die deutschsprachigen Grenzen hinaus. Ein äußerst gelungener Abschluss des diesjährigen Impuls-Festivals.

Auch 2018 wird es das Impuls-Festival wieder geben. Wer dann dabei ist, wer dann wo spielt, das erfahrt ihr im laufenden Jahr auf der Homepage des Impuls-Festivals.

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